Definition und Bedeutung des Feuerwehr Alarms

Ein Feuerwehr Alarm ist dazu da, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr durch die zuständige Einsatzleitstelle zu alarmieren, nachdem bei dieser ein Notruf eingegangen ist.

Was in der Theorie denkbar einfach klingt, ist in der Praxis weitaus komplexer. Wer aus dem Feuerwehrbereich kommt, weiß, dass das Aufgabenspektrum von Feuerwehren - neben dem reinen Brandschutz - auch Teile des Rettungswesens und des Katastrophenschutzes umfasst. Retten, Bergen, Löschen und Schützen sind die Eckpfeiler im Feuerwehrwesen und drehen sich im Kern immer um den Erhalt von Menschenleben sowie um die Sicherung von Sachwerten.

Genau deshalb ist es für Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren aber auch Werkfeuerwehren zwingend notwendig, rechtzeitig am Einsatzort einzutreffen. Nicht ohne Grund ist das durch die Einhaltung von Hilfsfristen gesetzlich geregelt. Die Konsequenz daraus sind hohe Anforderungen an die Feuerwehr Alarmierung: sowohl auf der fachlichen wie auch auf der menschlichen Ebene. Neben top ausgebildeten Einsatzkräften mit einem hohen Sinn für Kameradschaftlichkeit und damit Verlässlichkeit müssen auch Ausrüstung und Alarmierungstechnik stimmen. Sichere, leistungsstarke Alarmierungssysteme, die neben vielen weiteren wichtigen Eigenschaften über verschiedene Alarmmittel alarmieren, sind hier unerlässlich.

Doch ohne die technischen Entwicklungen der letzten 200 Jahre im Bereich der Kommunikation wäre der Feuerwehr Alarmierung nie dahin gekommen, wo sie heute ist. Machen wir also eine kleine historische Reise in die Entdeckungen und Erfindungen der (Tele-)Kommunikation und schauen uns ihre Auswirkungen auf den Feuerwehr Alarm an.

Geschichte der Kommunikation und Alarmierung

Dass es die Menschheit von der Kommunikation mit Rauch- und Lichtzeichen, über die drahtgebundene Telegrafie, dem Telefon bis hin zur drahtlosen Kommunikation und dem digitalen Funk geschafft hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ihrem unermüdlichen Forschergeist zuzusprechen. Welche Meilensteine es hier gegeben hat, erkunden wir in den folgenden Kapiteln.

Frühzeitliche Alarmierung

Bereits in der prähistorischen Zeit wurde alarmiert - sei es zur Warnung vor Gefahren oder zur Mobilisierung von Menschen. Als ältestes man könnte sagen “intelligentes” Fern- und Kommunikationsmittel der Menschheit gilt die optische Kommunikation durch Nutzung von Feuer und Sonnenlicht. Schon die alten Griechen verwendeten mithilfe von Fackeln ein codiertes Signalisierungssystem, um vor Bedrohungen zu warnen. Zu den frühen optischen Kommunikationsmitteln gehören auch Leuchttürme, Blitzleuchten und Flaggensignale.

Erste organisierte Feuerlöscheinheiten gab es bereits im alten Ägypten. Später mit dem rasanten Bevölkerungswachstum während des Römischen Reichs häuften sich Brandstiftungen in Millionenstädten wie Rom und machten auch hier die Dringlichkeit von Feuerwehren deutlich. So gründete Kaiser Augustus im Jahr 23 v. Chr. seine erste Feuerwehr. Gefolgt von den Vigiles im Jahr 6 n. Chr., einem militärischen Feuerlösch-Corps mit 3500 Männern, das sogar nachts durch die Bezirke patrouillierte. Immer auf der Suche nach möglichen Brandquellen.

Das frühe Mittelalter brachte mit der ersten Feuerlösch-Verordnung die Türmer, die mithilfe der Feuerglocke Alarm schlugen. Zur Orientierung wurden tagsüber rote Fahnen in Richtung Brandherd geschwenkt, nachts waren es Laternen. Im späten Mittelalter übernahmen u.a. Nachtwächter die Aufgabe, die schlafende Bevölkerung vor Feuer zu warnen, außerdem wurden Kirchenglocken geläutet. Bis zum Feuerwehr Alarm, wie wir ihn aus der Neuzeit kennen, sollte aber noch eine ziemlich lange Zeit vergehen. Schauen wir also weiter, was sich in den nächsten Jahrhunderten getan hat.

Optische und elektrische Telegrafie

Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert kam es zum ersten großen Meilenstein der Telekommunikation: der Erfindung der Telegrafie. Was im Jahre 1792 mit einem optischen Telegrafie-Mast zur Übermittlung von Zeichen begann, mündete in der Entwicklung der elektrischen Telegrafie. Die erste elektromagnetische Datenübertragung per Telegrafie gelang schließlich 1833 in Göttingen - zwischen dem Physikgebäude und der Sternwarte.

Ihren endgültigen Durchbruch hatte die Telegrafie jedoch erst fünf Jahre später mit dem ersten brauchbaren Schreibtelegrafen des US-amerikanischen Erfinders Samuel Morse. Der sogenannte Morseapparat setzte Sprache in elektrische Signale um und revolutionierte so weltweit die Kommunikation. Zusätzlich erfand Morse auch den nach ihm benannten Intervall-Code: kurz, lang, Pause, der als Morsealphabet die Grundlage der drahtgebundenen Datenübermittlung bildete.

Was bedeuteten diese Fortschritte für den Feuerwehr Alarm? Da es sich beim Übertragungsweg der Telegrafie um eine Direktverbindung handelte, war sie - anders als die Glocke - für die Massen-Alarmierung untauglich. Zwar tat sich im Feuerwehrwesen einiges mit Entstehung der ersten Freiwilligen Feuerwehren und immer ausgefeilteren Gerätschaften, doch an der Art des Feuerwehr Alarms änderte sich vorerst nichts. Schauen wir uns daher die nächste große technische Entwicklung an: das Telefon.

Kommunikation per Telefon

Das erste Telefon inklusive Leitung wurde bereits in den 1860er Jahren entwickelt. Nach heutigem Informationsstand war es der Amerikaner Antonio Meucci, der in seinem Haus erstmals zwei Telefone miteinander verband. Parallel tüftelte auch der deutsche Physiker Philipp Reis an den ersten Geräten zur elektrischen Sprachübertragung. Doch erst Alexander Graham Bell schaffte es 1876, das Telefon auf den Markt zu bringen - mutmaßlich unter missbräuchlicher Nutzung von Meuccis Telefon-Plänen.

Mit dem Kohlekörnermikrofon von Thomas Alva Edison im Jahr 1877 wurde das Telefon praxistauglich und ersetzte schnell den Telegrafen. 1890 gab es in Berlin bereits 13800 Sprechstellen und ein Leitungsnetz von fast 30 Kilometern. Zeitgleich entstand in den USA die erste automatische Telefonvermittlung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann erstmals die Drehwahlscheibe am Telefon eingesetzt. Bis heute gilt das Telefon als eines der bedeutendsten Telekommunikationsmittel.

Auf die Feuerwehr Alarmierung hatte der neue Kommunikationskanal - ähnlich wie die Telegrafie - zunächst keine Auswirkung. Erst die Entdeckung der Funkwellen Ende des 19. Jahrhunderts durch James Clerk Maxwells Herleitung und Heinrich Hertz’ wissenschaftlichem Nachweis setzte schließlich den Grundstein für die drahtlose Kommunikation per Funk und änderte alles. Auch für den Feuerwehr Alarm.

Kommunikation über Funk

Mithilfe der Funkwellen gelangen den Physikern Guglielmo Marconi und Ferdinand Braun erste Funkverbindungen mit Funktelegrafen und resultierten in der ersten erfolgreichen transatlantischen Funkverbindung im Jahre 1901. Nach dem ersten Funknotruf im Jahre 1909, testete auch die Polizei die Möglichkeiten der jungen Funktechnik. Dementsprechend begann in Deutschland um 1920 die Entwicklung des Polizeifunks mit Langwellenfrequenzen zur Verbindung der verschiedenen Polizeidienststelle. Die Polizei ist also gewissermaßen Pionier für die Entwicklung des Funks im heutigen Benutzerkreis der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Als eine der ersten Feuerwehren, erkannte die Berufsfeuerwehr Magdeburg die Bedeutung der Funktechnik für den Feuerwehr Alarm. Sie soll bereits 1924 über eigene Funkanlagen verfügt haben. Während die Funkübertragung anfangs nur mittels Morsezeichen funktionierte, war ab 1913 auch die Übertragung von Ton möglich. Nach Ende des 2. Weltkrieges existierte keine geordnete Struktur zur Nutzung der Funktechnik und der Betrieb von Funkanlagen war zunächst nur der Post vorbehalten. Vielfach wurden daher alte Wehrmachtsgeräte über sie angemietet.

Erst in den Jahren 1948-1949, nach Gründung eines Funkausschusses der Polizeien der Länder, wurden erste Vereinbarungen zur Regelung des Funks getroffen, was am Ende zur heute noch gültigen Frequenzbereichszuweisung führte. Damit wurde der Funk in seinen vielfältigen Ausprägungen, wie Radio, Fernsehen oder Datenübertragung streng nach Frequenzen und Anwendungen getrennt und reglementiert, um Störungen zwischen unterschiedlichen Nutzern zu vermeiden. Das gilt auch für die Nutzung im Rahmen des Feuerwehr Alarms.

Kommunikation über Mobilfunk

Ohne die technische Entwicklung des Funks, der die Basis für die heutigen Netze bildet, wäre es nie zur Mobilfunktechnik gekommen. Mit Einrichtung des ersten analogen Netzes (A-Netz) im Jahre 1958 gelang der erste große Meilenstein in der Mobilfunktechnik. Menschen waren erstmals von unterwegs erreichbar und konnten telefonieren. Da die Geräte jedoch groß, schwer und teuer waren, dienten sie zunächst lediglich als Autotelefon für die Elite.

Die rasche Auslastung des A-Netzes führte zum Aufbau des B-Netzes Anfang der 1970-er Jahre. Dennoch war die Technik nach wie vor schwerfällig, fehleranfällig und kaum verbraucherorientiert. Erst 1984 mit Einführung des C-Netzes, welches auch Faxe und Roaming möglich machte, wurden die technischen Probleme seiner Vorgänger behoben.

Der finale kommerzielle Durchbruch des Mobilfunks gelang schließlich mit Start des D-Netzes im Jahre 1992, als der GSM-Standard eingeführt wurde. Immer mehr Funktionen und fallende Handypreise sprachen ein Massenpublikum an. Entwicklungen, von denen auch die Alarmierung der Feuerwehr profitiert hat. Welche das sind, erfahren wir im nächsten Kapitel.

Feuerwehr Alarm heute

Dank des massiven technischen Fortschritts, den wir im Schnelldurchlauf skizziert haben, stehen Feuerwehren heutzutage zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um die eigenen Feuerwehrleute zu mobilisieren. Welche Arten des Feuerwehr Alarms üblich sind und welche Vor- und Nachteile es dabei zu beachten gibt, schauen wir uns jetzt an.

1. Sirenenalarmierung

Die wohl bekannteste Art der Feuerwehr Alarmierung ist die Sirenenalarmierung - auch laute Alarmierung genannt. Laut, weil sie prinzipiell laut genug ist, innerhalb eines ziemlich großen Radius gehört zu werden. In Deutschland verfügen nur noch etwa 16 Prozent aller Kommunen über Sirenen, da diese Anfang der 1990-er Jahre mit Ende des Kalten Krieges vor allem in den Städten größtenteils abgebaut wurden. Zum einen, weil die Warnung der Bevölkerung einen geringeren Stellenwert bekam, zum anderen, weil der Unterhalt der Sirenen zu teuer war.

Aber was genau heißt das, wenn die Sirene heult? Bundesweit gilt für die Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehren grundsätzlich das Feuerwehrsignal „zweimal unterbrochener Dauerton von einer Minute“. Dieses Sirenensignal dient ausschließlich zur Alarmierung der Feuerwehrdienstleistenden durch die Leitstellen. Gebräuchlich vor allem in funkschwachen Gebieten und bei kleineren Wehren, die nicht oder nur unzureichend mit Funkmeldeempfängern ausgestattet sind.

Sirenensignale Feuerwehr-Alarm

Doch obwohl Sirenen vielerorts wieder aufgebaut werden, auch weil kein geeignetes System zur vollflächigen Bevölkerungswarnung existiert, geht der Trend innerhalb der Feuerwehr immer mehr zur sogenannten stillen Alarmierung. Hier erfolgt die Alarmierung von Feuerwehren vielfach über Funkmeldeempfänger, die jede Feuerwehreinsatzkraft bei sich trägt.

Die Nachteile der Sirenenalarmierung sind offensichtlich: Trotz ihrer nicht unerheblichen Lautstärke können nur Einsatzkräfte per Sirene alarmiert werden, die sich auch in ihrer akustischen Reichweite befinden. Diese schwankt jedoch stark und ist von Windrichtung und Wetterlage abhängig. Darüber hinaus ist keine gezielte Feuerwehr Alarmierung einzelner Einsatzkräfte z.B. mit spezieller Ausbildung möglich. Möglichkeiten zur Rückmeldung der Feuerwehreinsatzkräfte besitzt die Sirene ebenfalls nicht.

2. Alarmierung per Funk

Reglementiert durch die BOS-Funkrichtlinie, die den sicheren und störungsfreien Funkbetrieb von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sicherstellt, steht auch Feuerwehren der sogenannte BOS-Funk zur Verfügung. Zum reservierten Bereich gehören das kaum genutzte 8m-Band, das meist für den KFZ-Funk verwendete 4m-Band, das 2m-Band, oftmals verwendet für Handfunkgeräte am Einsatzort, sowie das bei Richtfunkstrecken genutzte 70cm-Band.

BOS-Funkkanal Oberband Unterband UKW-Rundfunk

Unterschiedliche Kanäle ermöglichen die parallele, störungsfreie Nutzung im gleichen Gebiet. Dabei gibt es zum einen die Sprecharten Gegensprechen und Wechselsprechen sowie verschiedene Verkehrsformen wie z.B. den Kreisverkehr, Sternverkehr oder Querverkehr. Damit wird geregelt, wie der Funk in einzelnen Situationen verwendet wird, um eine optimale Kommunikation sicherzustellen. Für den Empfang eines Feuerwehr Alarms werden Funkmeldeempfänger unterschiedlichster Hersteller genutzt. Hierbei unterscheiden wir zwischen analogen und digitalen Funkmeldeempfängern.

Analoge Funkmeldeempfänger (FME) empfangen einheitlich auf einer regional vorab festgelegten Funkfrequenz. Die Alarmierung erfolgt über das Senden einer eigenen 5-Ton-Folge, bei der nacheinander fünf kurze Töne unterschiedlicher Frequenz gesendet werden. Die Tonhöhe (Frequenz) steht dabei für eine Ziffer zwischen 0 und 9. Der FME löst aus, sobald er eine zuvor einprogrammierte Tonfolge empfängt und öffnet einen Funkkanal, um weitere Informationen per Sprache zu erhalten. Zu den größten Problemen von analogen FME zählen die mangelhafte Verschlüsselung, die fehlende Rückmelde-Möglichkeit, die Begrenzung auf das eigene Funknetz sowie die langsame Übermittlung.

Das modernere POCSAG-Verfahren überträgt die Alarmierung zwar digital, die digitalen Empfänger (DME) sind aber ebenfalls uni-direktional ausgelegt und besitzen daher keine Rückmeldefunktion. Teilweise wird ein Rückkanal über das GSM-Netz ergänzt, der nur bei Verfügbarkeit des verwendeten Netzes zur Verfügung steht. Allein der zunächst eigens für den BOS-Bereich entwickelte TETRA-Standard ist bi-direktional konzipiert.

3. Mobilfunk Alarmierung

Die Alarmierung über öffentliche Mobilfunknetze war besonders im Feuerwehrbereich lange Zeit sehr umstritten. Kritisiert wurden insbesondere die Ausfall- und Abhörsicherheit. Vor allem eine Primäralarmierung über diese Netze erschien undenkbar. Und das, obwohl eine bereits 2013 durchgeführte Studie im Auftrag der Europäischen Kommission eindeutig belegt, dass kommerzielle Mobilfunknetze grundsätzlich für einsatzkritische Breitbanddienste, also auch für den Feuerwehr Alarm, geeignet sind.

Dieses Potenzial haben inzwischen auch große Organisationen erkannt, darunter der Landkreis Emsland, die Flughafenfeuerwehr Düsseldorf und die Landesmesse Stuttgart. Sie sind zufriedene Großnutzer der vorhandenen öffentlichen Mobilfunknetze zur Feuerwehr Alarmierung und zur Benachrichtigung weiterer Einsatzkräfte. Möglich macht dies die Kombination aus der webbasierten Alarmierungsplattform GroupAlarm und dem GSM-basierten digitalen ERIC®-Pager.

Dank Dual-SIM-Lösung mit Roaming ist der Pager in der Lage, sowohl alle deutschen als auch alle benachbarten ausländischen Mobilfunknetze zu nutzen, was eine in umfangreichen Tests nachgewiesene, extrem sichere Netzabdeckung zur Folge hat. Der ERIC®-Pager empfängt also auch dort, wo andere Funknetze bereits enden. Die Kommunikation selbst erfolgt über redundante gesicherte IP-Verbindungen innerhalb eines eigenen virtuellen privaten Netzes (VPN).

Für die Nutzer bedeutet dieser Ansatz eine massive Zeiteinsparung und Kosteneinsparungen in Millionenhöhe, da eigene Funknetze weder aufgebaut noch gewartet werden müssen. Dagegen gibt es in Deutschland kaum einen Ort, der nicht von mindestens einem Provider erreicht wird.

4. Feuerwehr Alarm per Anruf

Ob über Festnetz oder Mobiltelefon, die Alarmierung per Anruf dient Feuerwehren insbesondere als Zusatzalarmierung zum Pager. Doch im Gegensatz zur früheren Praxis bedeutet dies nicht, dass Telefonlisten umständlich abtelefoniert werden müssen. Stattdessen werden die Alarmierungen oder Benachrichtigungen als automatischer Sprachanruf realisiert.

Dabei erfolgt der Anruf von einer festgelegten Absendernummer, die in den Festnetztelefonen oder Smartphones der Empfänger mit eigenen Ruftönen und Lautlosübersteuerung hinterlegt ist. Nach Annahme des Anrufs wird der Inhalt der Nachricht, also der Alarmtext, von einem sogenannten Text-to-Speech-System in eine Sprachausgabe umgewandelt.

Auch GroupAlarm kann Alarmierungen als Sprachanruf ausgeben. Bei der Alarmierung über Telefon erhalten die Feuerwehreinsatzkräfte einen Anruf mit dem Alarmtext als Sprachansage, der durch Tastendruck bestätigt wird. Erfolgt keine Reaktion, wiederholt sich die Ansage automatisch dreimal, bevor der Anruf endet.

Insbesondere in lauten Umgebungen bzw. wenn eine Nachricht zu viele Zahlen, Abkürzungen oder gar Codes enthält, ist es nicht immer einfach, die automatisiert vorgelesene Sprachnachricht zu verstehen. Deshalb empfehlen wir, die Alarmnachricht so einfach wie möglich zu gestalten. Vorteil dieser Methode ist, dass eine Alarmierung per Anruf z.B. auch während der Fahrt über jede Freisprechanlage angehört werden kann.

5. Alarmierung per SMS

Zu den heute gängigen Arten des Feuerwehr Alarms gehört auch die Alarmierung per SMS, als Textnachricht auf die Mobiltelefone der Einsatzkräfte. Bei GroupAlarm können die Feuerwehreinsatzkräfte ihre Einsatzbereitschaft per JA/NEIN-Antwort einfach und schnell zurückmelden. Damit weiß der Einsatzleiter schnell, mit wie vielen Kräften er rechnen kann.

Zu den Vorteilen der SMS Alarmierung gehört neben der Feedback-Funktion ihr günstiger Preis. Denn meistens sind Infrastruktur und Endgeräte bereits vorhanden und müssen nicht erst angeschafft werden. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Reichweite, da z.B. Sirenen oder Funkmeldeempfänger außerhalb des eigenen Funknetzes nicht funktionieren. Kleiner Wermutstropfen ist jedoch, dass SMS immer ein Best-Effort-Service ist.

GroupAlarm versendet die SMS direkt über die Mobilfunkbetreiber und verwendet dabei die höchste Güteklasse, die auch Banken zur Übermittlung einer TAN verwendet wird. Die meisten unserer Kunden nutzen die SMS-Alarmierung in Ergänzung zu weiteren Alarmmitteln bzw. als Rückfallebene, falls ein anderes Alarmmittel ausfallen sollte.

Sofern das Netz wegen eines Aufenthalts in abgeschirmten Bereichen, wie zum Beispiel einem Fahrstuhl oder Tunnel, einmal tatsächlich kurzzeitig weg sein sollte, ist der Vorteil bei GroupAlarm, dass SMS und Anrufe auch dann ausgeliefert werden.

6. Feuerwehr Alarm App

Eine der modernsten und effizientesten Arten des Feuerwehr Alarms ist die Alarmierung per App. Überwiegend als Redundanz-Alarmierung genutzt, ist diese nicht nur kostengünstig, sondern auch extrem schnell und flexibel. Und dennoch gibt es Kritik an solchen Apps. Ein Blick in einschlägige Feuerwehr-Foren offenbart die drei größten Sorgen: Zum einen das Thema Datenschutz und Verschlüsselung, zum anderen die potenzielle Überlastung des Mobilfunknetzes z.B. bei Großschadenslagen sowie das Problem der Redundanz des angebotenen Dienstes.

Mit der VdS 10000 zertifizierten Alarmierungsplattform GroupAlarm werden diese Kritikpunkte aufgelöst. Obwohl wir natürlich keinen Einfluss auf eine Überlastung des Mobilfunknetzes haben können, ist die Gefahr eines Totalausfalls aus Erfahrung überschaubar. Gerade im Bereich der Primäralarmierung empfehlen wir, auf Nummer sicher zu gehen und neben dem DUAL-SIM-Pager alle weiteren Kommunikationskanäle in GroupAlarm zu verwenden, um einen Technologie-Mix zu erreichen. Der Pager hat einen noch sichereren Alarmierungskanal, da er zuverlässiger funktioniert als viele FME, deren Reichweite vor allem in geschützten Bereichen oder Grenzgebieten selbst innerhalb des eigenen Funknetzes unbeständig ist. Hat der Pager einmal eine Verbindung aufgebaut, hält er diese. Umfassende Tests bei Großveranstaltungen haben gezeigt, dass eine Alarmierung auch dann gegeben ist, wenn keine Telefonate mehr möglich sind. Auch der Empfang einer SMS funktioniert durchgängig, sogar an Silvester und bei Großveranstaltungen.

Dank Geo-Redundanz und einem sicheren, skalierbaren Aufbau bietet GroupAlarm von Haus aus maximale Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit. Auch beim Datenschutz sind Nutzer von GroupAlarm generell auf der sicheren Seite. So ist der gesamte Datenverkehr zwischen App und Server verschlüsselt. Selbst ein Geräteverlust stellt kein Problem dar. Biometrische Merkmale können die Alarmierungsapp zusätzlich schützen. Alarmnachrichten können zentral aus den Apps wieder entfernt werden, damit keine Archive auf privaten Endgeräten entstehen.

Die kostenlose GroupAlarm App bietet eine Rückmeldefunktion, Navigation zur Einsatzleitstelle mittels Karten, einen eigenen DSGVO-konformen Messenger sowie eine Verfügbarkeits- und Terminfunktion. Im Alarmfall übersteuert sie die Lautstärke des Mobiltelefons mit einem individuellen Klingelton. Sie ist für Android und iOS erhältlich. Wichtige technische Hinweise befinden sich in der Dokumentation.

Zusammenfassung

Von der frühzeitlichen optischen und akustischen Kommunikation, über die Telegrafie, der Entwicklung des Telefons, der ersten Funkverbindung bis hin zur Verständigung via Mobilfunk haben uns die technischen Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation vor allem eins gebracht: Mehr Freiheit und Flexibilität beim Austausch von Informationen. Nicht zuletzt hat auch der Feuerwehr Alarm davon profitiert. So steht den Kameradinnen und Kameraden heute neben der klassischen Sirene eine große Auswahl an Alarmmitteln zur Verfügung. Alle mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Wir sind der Meinung, dass es - abhängig von Ausgangssituation und Zielsetzung der Feuerwehreinheiten - immer auf den passenden Mix ankommt. Während eine kleinere Feuerwehr primär eher auf die Sirene zurückgreifen wird (sofern vorhanden) und ergänzend dazu SMS oder App nutzt, ergibt es für größere Organisationen mehr Sinn, eine Primäralarmierung via Pager (z. B. unseren M2M-Pager) zu betreiben und die Alarmierung per Anruf, SMS oder App als Rückfallebene und Informationssystem mit unterschiedlichen Eskalationsstufen einzurichten.

Im Sinne einer optimalen Redundanz ist es in allen Fällen sinnvoll, unterschiedliche Alarmmittel miteinander zu kombinieren. Und zwar auf einer leistungsstarken Alarmierungsplattform wie GroupAlarm. Damit können Feuerwehren ihre Erreichbarkeit erhöhen, um nicht zuletzt ihre eigentliche Mission zu erfüllen: das Bergen, Retten, Löschen und Schützen von Menschenleben - und zwar rechtzeitig.


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