29.07.2019

Oft werden wir gefragt, wie es um die App für das neue GroupAlarm steht. Die gute Nachricht: Sie wird kommen! Die weniger gute: Wir brauchen noch weitere zwei bis drei Wochen, um die App endgültig in den Stores zu haben. Woran das liegt, möchten wir hier kurz beleuchten.

Externe vs. interne App Entwicklung

Wir haben Anfang des Jahres gedacht, es wäre einfacher, die App extern entwickeln zu lassen und diese über unsere umfangreiche API anzubinden. Daher haben wir Angebote eingeholt und einen entsprechenden Auftrag an eine App Agentur vergeben. Innerhalb dieses Projektes sind wir in den letzten sechs Monaten auf verschiedene Punkte gestoßen, die uns heute zu der Überzeugung bringen, die App im eigenen Haus entwickeln zu müssen.

Nachteile beim Outsourcing

Ein entscheidender Nachteil bei der Herausgabe einer solchen Komponente ist die Nähe der beiden Entwicklungsteams. Bei uns im Haus werden Frontend und Backend entwickelt, die App allerdings in einem Team in 80km Entfernung - in Wirklichkeit liegt aber weit mehr dazwischen. Es ist eine andere Art zu arbeiten, eine andere Sicht der Dinge und womöglich ein anderes Verständnis des Kerns unserer Software. Das konnten wir in vielen Testing-Phasen beobachten. Und je mehr solcher Tests mit Verbesserungen man durchführt, desto mehr geht es auch um Unzufriedenheiten wegen eines “ewigen Projekts” und natürlich auch irgendwann um das Vertragliche - denn egal ob die Leistung stimmt oder nicht, Arbeitskräfte wollen bezahlt werden. Ab einem gewissen Punkt erledigt der externe Partner seine Aufgaben lediglich nach Plan, ohne das große Ganze zu sehen - was bei wartenden Projekten anderer Kunden auch verständlich ist. So leidet am Ende aber die Qualität des Endproduktes. In unserem Fall ging das soweit, dass wir uns entschlossen haben, die uns jetzt vorliegenden Apps für iOS und Android nicht zu veröffentlichen.

Vorteile der internen Entwicklung

Bei der internen Entwicklung sind wir zukünftig wesentlich flexibler, was neue Funktionen, Verbesserungen und Anpassungen angeht. Statt auf externe Abhängigkeiten zu setzen, können wir intern priorisieren und notfalls bei dringenden Änderungen auch andere Entwicklungen nach hinten stellen. Ebenso haben wir festgestellt, dass die App keine Aufgabe ist, die einmalig anfällt - im Gegenteil! Die App muss mit unserer API wachsen, Änderungen müssen wir gleichzeitig veröffentlichen können. Auch einige weitere Punkte bei der Bewertung, ob sich eine Aufgabe outsourcen lässt oder nicht, haben wir für uns und unser Projekt falsch eingeschätzt. Um Ihnen eine solche Entscheidung einfacher zu machen, verweise ich auf die Seite gruenderszene.de mit dem Artikel “Lohnt sich Outsourcing?”.

Herausforderung in Sachen Zuverlässigkeit

Gerade unter Android ändert sich einiges am Betriebssystem, was nicht optimal für Alarmierungslösungen ist. Hier gilt es, praktikable Lösungen unter Berücksichtigung der Richtlinien von Google zu finden, um den Dienst zuverlässig und nachhaltig zu gestalten. Einige Hersteller (Huawei, Samsung, …) ändern in Ihrer Software das Verhalten der Push-Benachrichtigungen. So werden Benachrichtigungen niedriger priorisiert, nicht oder verzögert angezeigt oder gar leise zugestellt. Von OneSignal gibt es einen interessanten, englischsprachigen Beitrag über dieses Thema. Während das Problem unter iOS elegant gelöst wurde, wartet man derzeit bei Android auf eine ähnliche Funktionalität. Die iOS spezifischen “critical Alerts” machen genau das, was wir benötigen: zuverlässig den Benutzer über einen eingehenden Alarm benachrichtigen.

Wir stellen uns dieser Herausforderung und werden in Zukunft alles tun, damit wir zuverlässige Apps für iOS und Android zur Verfügung stellen können!

Funktionsumfang der App

Bereits jetzt haben wir eine Oberfläche im Web, die sich nahtlos auf jedem Endgerät anzeigen lässt - mit absolut gleichem Funktionsumfang. Sie können damit Teilnehmer einladen, Daten verändern und natürlich auch Alarme auslösen oder die Rückmeldungen einsehen. Die Webapp kann allerdings nicht aktiv Ihr Handy alarmieren. Daher müssen wir für diese Punkte auf eine native App setzen, die die entsprechenden Rechte vom System bzw. dessen Benutzer anfordern kann.

GroupAlarm ohne App

Natürlich kann GroupAlarm auch vollständig ohne eine App verwendet werden. Die Alarme werden derzeit per SMS, Telefonanruf oder E-Mail übermittelt. Alle Wege sind rückmeldefähig, z.B. bei der SMS mit “Ja”- oder “Nein”-Antworten. Da die Nachrichten immer vom gleichen Absender kommen, ist auch hier schon die Verwendung eines eigenen Alarmierungstons möglich. Wir empfehlen für eine sichere Alarmierung alle zur Verfügung stehenden Mittel miteinander zu kombinieren.